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alverde-Magazin vom dm-Markt berichtet im Februar 2019



Für viele junge Menschen schon fast selbstverständlich: eine Zeit lang im Ausland zu arbeiten, zu lernen und zu leben. Auch für deutlich ältere Semester gibt es inzwischen Möglichkeiten, Fernweh jenseits von Urlaubsreisen zu stillen: als sogenannte Senior-Au-pairs.

Die Bezeichnung Au-pair trifft zwar die Aufgaben der lebenserfahrenen Frauen – sich vorrangig um die Kindern kümmern und im Haushalt helfen. Ihr rechtlicher Status unterscheidet sich aber von dem klassischer Au-pair-Mädchen und -Jungen. Während bei Au-pairs bis 27 Jahre von Entgelt über den Urlaubsanspruch bis zur Vermittlungsgebühr alles gesetzlich geregelt ist, sind die Arrangements zwischen Senior-Au-pair und Gastfamilie Verhandlungssache. Senior-Au-pairs sind keine Arbeitnehmerinnen, sondern Ehrenamtliche, die Familien gegen freie Kost und Logis und oft noch ein Taschengeld unterstützen.

Inzwischen gibt es verschiedene Vermittlungsportale für Leih-Omas mit Fernweh. Darauf können Sie achten:

  • Gebühren fallen bei den Portalen immer an. Vergleichen Sie, welche Bedingungen für Sie günstig sind.
  • Wenn eine Vermittlung von Ihnen ein erweitertes Führungszeugnis und ein Gesundheitszeugnis anfordert, ist das keine Misstrauenserklärung, sondern Sorgfalt. Bestenfalls werden die Familien auch auf Herz und Nieren geprüft.
  • Mailen, telefonieren oder skypen Sie mit der Familie. Lassen Sie sich ein Foto von Ihrem zukünftigen Zimmer schicken. In der Regel spürt man so, ob man auf einer Wellenlänge liegt.
  • Welche Unterstützung bietet der Vermittler bei den konkreten Vereinbarungen? „Beim ersten Mal ist es schwierig, an alles zu denken“, sagt Kristin Emmerinck von Madame Grand-Mère e. V., einem gemeinnützigen Vermittlungsportal. „Wir stellen den beiden Parteien daher eine Rahmenvereinbarung zur Verfügung, die Punkte wie Taschengeld, Aufgaben, Arbeitszeiten und Hilfe im Krankheitsfall abdeckt, und bieten eine Beratung an.“

WEB-TIPP Bei diesem Vermittlungsportal entstehen Gebühren erst bei der Vermittlung: madame-grand-mere.de

Neue Horizonte

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© Evelyn Sattelmeyer/privat

Als Rentnerin will ich noch einiges von der Welt sehen – nicht nur als Touristin. Über Madame Grand-Mère bin ich deshalb im Frühjahr 2018 für einige Monate zu einer Farmer-Familie nach Namibia gegangen.

Die Rinderfarm war 150 Kilometer von der nächsten Stadt entfernt – ich habe meine Zeit also vor allem mit der Familie verbracht. Mit den drei Mädchen zwischen fünf und sieben Jahren habe ich gelesen, Hausaufgaben gemacht, ein Theaterstück eingeübt und vor allem viel in der Natur gespielt. Ich konnte mich gut auf die Kinder und ihre Ideen einlassen und einfach im Moment leben – das liegt vielleicht auch an der Erfahrung und Gelassenheit, die man mit dem Alter gewinnt.

Ich habe auf gemeinsamen Ausflügen mit der Familie einige wilde Tiere und schöne Landschaften gesehen. Außerdem habe ich durch die Gespräche mit den Farmern, die von deutschen Auswanderern abstammen, viel über die Geschichte und die gesellschaftspolitische Situation in Namibia erfahren. Für Frauen, die Kinder lieben und das Leben in anderen Ländern kennenlernen wollen, ist so ein Einsatz als Senior-Au-pair perfekt.


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